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Beweidungsbeispiele

 

Unsere robusten Schaf- und Ziegenrassen pflegen die unterschiedlichsten Grünflächen. Es folgen ein paar bildliche Beispiele.

 
Beispiel Trockenrasen:

Erster Weidegang mit Walliser Landschafen anfangs Mai (o.l.). Im Juli, zu einer Zeit, in welcher Wiesen mit spätem Schnittzeitpunkt gerade erst gemäht, also niederwüchsig und blütenarm oder aber gar noch ungemäht und grasdominiert dichtwüchsig, verdorrt und somit ebenfalls blütenarm sind, präsentiert sich diese Fläche in voller Bütenpracht (o.r.). Für Heuschrecken und andere Insekten ist der strukturreiche Trockenrasen im Hochsommer ein Paradies: Zweifarbige Beissschrecke Bicolorana bicolor (u.l.) und Westliche Beissschrecke Platycleis albopunctata (u.r.).
 
 
Beispiel Neophyten:
 

Dieser Naturschutzgebiet-Hang war zu Beginn nahezu vollständig mit Neophyten überwachsen (ca. 90 % Goldruten, weiter Robinien, Schmetterlingsstrauch, u.a.). Innerhalb von 2 Jahren haben die Walliser Schwarzhalsziegen (o.l.) und Walliser Landschafe das Wachstum der Goldruten und weiteren Neophyten derart massiv eingeschränkt, dass nun nur noch wenige Einzelpflanzen vorkommen (o.r.). Die Schwächung der Neophyten hat infolge Veränderung der Konkurrenzverhältnisse zur Ausbildung einer neuen, artenreicheren Krautschicht geführt (u.l.). Vielerorts ist auch offener Erdboden entstanden, was die Italienische Schönschrecke Calliptamus italicus sofort benutzt hat, um ihr Areal zu vergrössern (u.r.).
 
 
Beispiel Jungwald:
 
Jungwälder und Ausholzungsflächen haben je nach Standort mit starkem Wuchs von Hochstauden zu kämpfen. In diesem Eichen-Jungwald überwuchern mannshoch v.a. Brombeeren, Wasserdost, Brennesseln und weitere Hochstauden sowie krautige Pflanzen die Fläche (o.l.). Während des Weideeinsatzes fressen sich die Spiegelschafe durchs Dickicht (o.r.) und schaffen zu Weideende hin eine lückige, lichtdurchflutete Waldfläche (u.l.). Die Öffnung des Lebensraums fördert nicht nur das Wachstum der Jung-Eichen, sondern kommt  auch licht- und wärmebedürftigen Arten zugute, wie beispielsweise der auf der Fläche vorkommenden Mücken-Handwurz Gymnadenia conopsea (u.r.).
 
 
Beispiel Vergandung:
 

Vergandete resp. nicht oder zu wenig unterhaltene Flächen pflegen unsere Tiere bei korrekter Weideplanung sehr gut (o.l.). Hier in den Bildern fressen die Walliser Landschafe während der Weidezeit im Dezember abgestorbenes Altgras (o.r.) und saftige Brombeerstengel (u.l.). Die Fläche ist nach der Beweidung gut abgefressen, wobei eine hohe Strukturenvielfalt vorherrscht (flächenweise sehr tief abgefressen und überall auch höhere Altgrasreste, stark eingekürzte Brombeerstengel, angefressene und geschälte Sträucher/Jungbäume usw.; u.r.). Dank dieser Strukturenvielfalt wird die Fläche künftig bei Weiterführung der Beweidung artenreich werden, und die Brombeerdickichte allmählich verschwinden. Auch ist die Mischkost von nährstoffreichem und rohfaserreichem Pflanzenmaterial für die Tiere als Ernährung geeignet, was man bei der täglichen Kontrolle am guten Nährzustand der Tiere erkennen kann.
 
 
Folgend weitere Bildbeispiele:
 

Südexponierte Böschung an der Waldenburgerli-Linie



Obstbaumgarten in Langenbruck



Steilbord Trockenbiotop Liestal und Bahndamm Liestal



Pionierstandort und Parkanlage Schulhaus Risiacher Buchs



Trockenbord Wielandschule Arlesheim
                                                                           
Knolliger Hahnenfuss, Ranunculus bulbosus



Vernetzungsfläche Amphibien in Oberwil                                                               Saat-Esparsette, Onobrychis viciifolia

 


Grünfläche Autoparkplatz Muttenz
                                                                                Doldiger Milchstern, Ornithogalum umbellatum



Ruderalstandort Gymnasium Oberwil
                                                                    u.a. Skabiosen-Flockenblume, Centaurea scabiosa



Verbuschtes Industrieareal Arlesheim und Feuchtfläche Therwil



Obstbaumgarten Muttenz
                                                                                                                      Weinberg-Tulpe,
Tulipa sylvestris